berührungslos. Funk und/oder induktiv. plug & play.

Dual Use Telemetrie Kit –
Funk und/oder induktiv

Funk-Telemetrien – Hybride im Dual-Use-Mode

Die MANNER Funk-Sensortelemetrie wurde speziell für den rauen Einsatz für Messaufgaben mit erhöhten Umweltanforderungen entwickelt.

Das System besteht neben der Funkzelle aus miniaturisierten Messverstärkern, die einen direkten Anschluss von DMS oder Thermoelementen gestattet. Die Sensorsignale werden verstärkt, gegen Aliasing gefiltert und digitalisiert. Die digitalen Daten werden kodiert und ein Sicherungskennwort (CRC) generiert.
Anschließend werden die Daten mittels FM-Modulation auf den HF-Träger aufgeprägt.

  • Durch die Funkübertragung entfällt jegliche Art von Kabelverbindung.
  • Durch die integrierte Datensicherung CRC werden die sonst üblichen sporadischen Übertragungsstörungen bei Funk erkannt und vollständig ausgeblendet.
  • Das System ist 1, 2, 4, 8 oder 16 kanalig verfügbar.
  • Für jeden Kanal steht ein eigener AD-Wandler und eine Stromversorgung zur Verfügung. Bei Kurzschluss eines Sensors gibt es keine Rückwirkung auf die restlichen Messkanäle.

Die Firma MANNER Sensortelemetrie hat bei dem bewährten Funk-Telemetriesystem eine weitere Innovation hervorgebracht.

Bisher war es nur bei Stillstand des Rotors möglich, die Konditionierung des Messverstärkers vorzunehmen. Durch die Neuerung kann nun auch über größere Distanzen die Konditionierung des Messverstärkers (Nullpunkts- und Verstärkungseinstellung) vorgenommen werden. Durch diese neue Funktionalität erfährt das Funk-Telemetriesystem die gleiche Flexibilität wie ein induktives Telemetriesystem.

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Das Dual Use Kit lässt nun die wahlweise Übertragung der Messdaten sowohl induktiv als auch per Funk zu. Damit werden die jeweiligen Vorteile der unterschiedlichen Systemtypen kombiniert. Bekanntermaßen zeichnet sich das mittels Akkus gespeiste Funk-Telemetriesystem durch einfachste Handhabung aus, da die Montage von Pickup und Rotorinduktionsschleife entfällt.
Besonderes Kennzeichen ist, dass das System im Batteriebetrieb eine Reichweite von bis zu 50 m aufweist. Dies ist für kurzzeitige sogenannte „Quick and Dirty“ Messaufgaben ideal. Dennoch können mehrkanalig auch Signalbandbreiten bis zu 40 kHz realisiert werden. Dagegen zeichnet sich das induktive Telemetriesystem durch unbegrenzte Betriebsdauer und extreme Robustheit unter erschwerten Umweltbedingungen aus. Interferenzen sind gegenstandslos. Je nach Anwendungsfall ist der eine oder andere Systemtyp vorteilhaft.

Das neue System ist sowohl für Kurzzeitmessaufgaben unter Verwendung einer Batterie als auch für Langzeitmessungen mit induktiver Speisung bei unbegrenzter Laufzeit nutzbar. Messdienstleister brauchen damit nur einen Systemtyp mit äußerst geringem Gewicht im Handgepäck zu haben, was die Logistik und Wartung erheblich vereinfacht. Damit kann auch ein für Kurzzeitmessung montiertes System bei Bedarf vorteilhaft auf einfachste Weise auf Langzeitmessung umgestellt werden.

Wie alle unsere Systeme werden die Messwerte mit 16 Bit digitalisiert und codegesichert übertragen. Dies garantiert, neben hoher Genauigkeit, auch eine hohe Zuverlässigkeit trotz Funk-Übertragung. Die ankommenden Messsignale sind quasi „Wie aus dem Ei gepellt“. Signalstörungen gehören der Vergangenheit an. Auch auf die gewohnte Remote Programmierbarkeit mit den feinfühlig einstellbaren Messbereichen und Auto-Zero muss dennoch nicht verzichtet werden. Die Messdaten werden in jedem Fall ohne Genauigkeitsverlust digital übertragen und analog oder über die Schnittstellentypen CAN-Bus, USB, Ethernet oder EtherCat für die Weiterverarbeitung bereitgestellt. Damit ist ein Messdienstleister für alle Aufgaben mit einer Hardware bestens gerüstet.

Der Radsignalübertrager auf Funkbasis von MANNER hat inzwischen seine Feuertaufe bestanden. Im Rahmen der Weiterentwicklung wurde jetzt eine spezielle Variante für mehrkanalige Temperaturerfassung am Rad basierend auf Thermoelementen Typ K, Messbereich -50°C … 1000°C entwickelt. Die Temperaturmesswerte werden bereits am Rotor mit 16 Bit digitalisiert. Die digitalisierten Werte werden per Funk im Zeitmultiplex an die gemeinsamen, besonders kompakten Empfänger übertragen. Die Temperaturdaten werden über das CAN-Businterface direkt an das Anwendersystem übergeben. Es gibt keine Analog-Signalaufbereitung im Empfänger mehr. Jeder Temperaturkanal hat eine eigene Adresse, die dem Anwender die Zuordnung sichert. Eine Besonderheit ist die integrierte Datensicherung mittels Checksumme. Fehlerhafte Temperaturdaten werden nicht weitergegeben. Damit werden eventuelle Störsignale durch Funkstörungen in der Messaufzeichnung völlig unterdrückt. Ein weiteres Merkmal ist die stromsparende Technik. Der integrierte Akku erlaubt eine Messzeit von 300 Stunden ohne Nachladung. Optional erhalten Sie die Rotorübertragungseinheiten wasserdicht mit der Schutzklasse IP67.

Die Einkopplung der Energie zum Nachladen des Akkus erfolgt induktiv. Hervorzuheben ist die Temperaturfestigkeit von -35°C bis +120°C.

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